Sieger stehen fest

Wiesenmeisterschaft im Landkreis Rottweil und der Stadt Wolfach

Mit knapp 40 angemeldeten Flächen fand die Wiesenmeisterschaft im Landkreis Rottweil und der Stadt Wolfach eine sehr gute Resonanz. Von einer Jury wurden nun die Gewinner ermittelt. Die Vergabe der Plätze auf dem Siegertreppchen erfolgt aber erst am 15. Oktober auf dem Bauernmarkt in Schiltach.

Ziel der Meisterschaft ist es, das Engagement der Landwirtinnen und Landwirte für den Erhalt der bäuerlichen Kulturlandschaft auszuzeichnen und die Leistungen zur Erhaltung der Artenvielfalt zu würdigen. Dabei erfüllen Wiesen gleich mehrere Funktionen. Sie sind einerseits Lebensraum für Pflanzen und Tiere, bieten Filter- und Schutzfunktion für das Grundwasser sowie für das Klima (CO2-Speicher) und dienen zudem als landschaftsprägende Elemente für Tourismus und Heimat. Andererseits sollen die Wiesen landwirtschaftlich genutzt werden und aus diesem Grunde ein akzeptables Futter liefern.
Eine 13-köpfige Ju ry aus Vertretern von Landwirtschaft und Naturschutz stufte die begutachteten Flächen als gut und überzeugend ein, zumal sie meist eine große Artenvielfalt aufwiesen und gleichzeitig insbesondere für Jungrinder, Mutterkühe, Schafe oder Pferde futterbaulich genutzt werden können.
Die vergebenen 8 Preise entfallen auf drei Kategorien: Artenreiche Wiesen des Schwarzwaldes, Artenreiche Wiesen der Oberen Gäue und des Südwestlichen Albvorlands (jeweils 3 Preisträger) sowie Vielfalt im Gesamtbetrieb (2 Preisträger). Außerdem wurde ein Sonderpreis Naturschutz vergeben.
Zum Kreis der Gewinner zählt die Berg- und Talwiesen GbR. Geschäftsführer Martin Groß bewirtschaftet gemeinsam mit 4 Berufskollegen Grünland in der Gemeinde Schenkenzell, vorwiegend in steiler Lage. Der Aufwuchs wird als Futter für Mastochsen eingesetzt.
Familie Mantel aus Wolfach pflegt artenreiches Grünland in Steillage als 1-2 schnittige Heuwiese. Das Heu wird von einem befreundeten Landwirt verwertet.
Extensiv nutzt auch Vollerwerbslandwirt Johannes Sauter aus Epfendorf sein Grünland, wovon mehr als die Hälfte als artenreich einzustufen ist. Das Futter des Biobetriebes ist für Aufzuchtrinder bestimmt.
Im Nebenerwerb bewirtschaftet Frank Stöhr Grünland bei Irslingen. Auf der prämierten Fläche erzeugt er Heu für seine Galloway-Rinder.
Wert auf Artenvielfalt legt auch Hüteschäfer David Mauch. Mit seiner großen Schafherde bewirtschaftet und pflegt der Vollerwerbsschäfer vor allem artenreiches Grünland rund um Sulz.
Außerdem mit dabei sind Gisela und Wilfried Schmieder, die in Aichhalden eine artenreiche Hangwiese als 1-2 schnittige Heuwiese nutzen.
Zu großen Teilen steiles und artenreiches Grünland bewirtschaftet Schäfer Theo Lehmann aus Rötenberg mit seinen zahlreichen Mutterschafen. Auf den artenreichen Mähwiesen wird Heu für die Schafe gewonnen.
Der Bioland-Betrieb Gerhard Wössner aus Rötenberg nutzt sein Grünland extensiv als Weide für seine Mutterkühe und zur Winterfuttergewinnung.
Auf die Sieger warten attraktive Preise wie z. B. Reisegutscheine (bei Bedarf inkl. Bereitstellung eines Betriebshelfers), eine Heißluftballonfahrt sowie verschiedene Sachpreise. Außerdem erhält jeder Teilnehmer ein Foto und eine Artenliste von seiner Wiese sowie eine kleine Anerkennung für die Teilnahme. Es wird spannend, wer von den vorgestellten Teilnehmern am Ende auf dem Bauernmarkt in Schiltach die Nase vorne hat!
  • Ihre Ansprechpartnerin
  • Kim Ebinger
  • Zimmer 20 / Rathaus Schiltach
  • Marktplatz 6
  • 77761 Schiltach
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